Über das Werk
„Mister Wu“ ist d’Alberts letzte Oper: Nach Skizzen, die er bei seinem Tod im März 1932 hinterließ, vollendete und orchestrierte Leo Blech das dreiaktige Werk nach dem Libretto von Karl Michael von Levetzow, das auf dem gleichnamigen Schauspiel von Harry M. Vernon und Harold Owen beruht. Die Uraufführung fand postum am 29. September 1932 an der Dresdner Staatsoper statt, unter der musikalischen Leitung Leo Blechs mit Maria Cebotari, Marta Fuchs, Kurt Böhme und Friedrich Plaschke.
Handlung
Während der Mandarin Wu Lee Chang abwesend ist, bereitet seine Tochter Nang Ping im Palastgarten einen Nachmittagsempfang für die Familie Gregory vor. Zuvor trifft sie sich mit Basil, mit dem sie ein Kind erwartet – eine Verbindung, die in Wu Lee Changs Weltbild die Familienehre verletzt und die Handlung auf eine Katastrophe zutreiben lässt.
Kulturelle Bedeutung
Dass ein Kollege das unvollendete Werk nach d’Alberts Tod zu Ende führte, macht „Mister Wu“ zu einem Sonderfall in seinem Opernschaffen; die Uraufführungsbesetzung mit Maria Cebotari und Marta Fuchs zeigt, welches Gewicht das Dresdner Haus dem postumen Werk beimaß, auch wenn es sich im Repertoire nicht halten konnte.
