Miriways
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Miriways

Georg Philipp Telemann
Oper · 1728

Über das Werk

Miriways ist ein Singspiel in drei Akten von Georg Philipp Telemann nach einem Libretto von Johann Samuel Müller, das auf zeitgenössischen Zeitungsberichten über den afghanischen Feldherrn Mirwais Hotak beruht. Die Uraufführung war am 26. Mai 1728 an der Hamburger Oper am Gänsemarkt; nach fast drei Jahrhunderten Vergessenheit kehrte das Werk 2017 zum 250. Todestag Telemanns bei den Telemann-Festtagen in der Hamburger Laeiszhalle mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf die Bühne zurück.

Handlung

Der afghanische Herrscher Miriways hat Persien erobert und bietet dem entthronten Prinzen Sophi den Thron an, sofern dieser seine vermisste Tochter heiratet. Sophi liebt jedoch die geheimnisvolle Bemira – die sich am Ende als eben jene verschollene Tochter Miriways' entpuppt, sodass Liebe und Staatsräson zusammenfinden.

Kulturelle Bedeutung

Das Werk nutzt die damalige Mode für orientalische Stoffe und mischt italienische Arien, französische Tänze, strengen Kontrapunkt und polnische Volksmusik – ein Beleg für Telemanns stilistische Vielseitigkeit zwischen Kirchendienst und Opernhaus.

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