Über das Werk
Dramma lirico in drei Akten von Riccardo Zandonai nach einem Libretto von Massimo Spiritini und Carlo Zangarini, das auf Louis Bouilhets Versepos „Melænis“ (1857) zurückgeht. Uraufführung am 13. November 1912 am Teatro Dal Verme in Mailand unter der Leitung von Ettore Panizza, mit Claudia Muzio in der Titelrolle.
Handlung
Im Rom des Jahres 188 n. Chr. verliebt sich der Redner Marzio unsterblich in die Hetäre Melenis, wird jedoch Gladiator und bittet den Kaiser nach einem Sieg in der Arena um die Hand der Patrizierin Marcella. Als die verzweifelte Melenis den Hochzeitszug der beiden sieht, nimmt sie sich mit ihrer Haarnadel das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Obwohl die Uraufführung mit namhafter Besetzung positiv aufgenommen wurde, blieb Melenis nach 1913 nur vereinzelt im Spielplan und gilt als die am seltensten aufgeführte Oper Zandonais; die komplexe Harmonik der Partitur wirkte auf das zeitgenössische Publikum befremdlich.