Über das Werk
Komödie in drei Akten der US-amerikanischen Autorin Mary Chase, entstanden ab 1942 nach zahlreichen Überarbeitungen; die Uraufführung erfolgte am 1. November 1944 im 48th Street Theatre am Broadway unter der Regie von Antoinette Perry. Chase erhielt für das Stück 1945 den Pulitzer-Preis für Drama.
Handlung
Der gutmütige Elwood P. Dowd lebt in enger Freundschaft mit Harvey, einem unsichtbaren, gut zwei Meter großen weißen Hasen, den außer ihm niemand sieht. Seine Schwester Veta, die sich für sein Verhalten in Gesellschaft schämt, versucht ihn in eine psychiatrische Klinik einweisen zu lassen – mit turbulenten Verwicklungen, bei denen am Ende selbst die Ärzte ins Zweifeln geraten, wer eigentlich der Verrückte ist.
Kulturelle Bedeutung
Mit weit über 1.700 Vorstellungen wurde „Harvey" einer der langlebigsten Broadway-Erfolge seiner Zeit und ist bis heute ein Standardstück des amerikanischen Repertoiretheaters. Die Verfilmung von 1950 mit James Stewart und der oscarprämierten Josephine Hull festigte den Stoff im kulturellen Gedächtnis.