Über das Werk
„Medea in Kolchis“ mit dem Untertitel „Eine Rekonstruktion“ ist die vierte Folge von Roland Schimmelpfennigs Zyklus „Fremde Sonne. Die Argonauten. Iason. Medea.“ und bildet am Deutschen Schauspielhaus Hamburg einen eigenen Abend. Die Uraufführung am 27. September 2026 inszeniert Karin Beier mit vier Darstellenden. Der Text erschien im September 2026 zusammen mit den übrigen Stücken des Zyklus bei S. Fischer.
Handlung
Iason, Medea und ihr Vater Aietes treffen mit dem toten Absyrtos, Medeas Bruder, in einem Raum zusammen, der an eine Therapiesitzung, eine Psychiatrie oder die Unterwelt denken lässt. Gemeinsam versuchen sie zu rekonstruieren, was um das Goldene Vlies geschah: warum Medea dem Fremden Iason half und wer die Schuld daran trägt, dass Absyrtos zerstückelt wurde.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück fragt, wie das nachträgliche Erzählen formt, was die Beteiligten für die Wirklichkeit halten. Es verbindet die Argonautenfahrt des ersten Abends mit den Medea-Tragödien in Korinth und Athen.