Über das Werk
„Medea in Athen“ mit dem Untertitel „Der gefundene Sohn“ ist die sechste und letzte Folge von Roland Schimmelpfennigs Zyklus „Fremde Sonne. Die Argonauten. Iason. Medea.“. Der Text erschien im September 2026 mit den übrigen Stücken des Zyklus bei S. Fischer. Die Uraufführung am 6. Februar 2027 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg inszeniert Karin Beier.
Handlung
Nach dem Mord an ihren Kindern findet Medea Zuflucht bei König Aigeus in Athen, der ihr Asyl gewährt, wenn sie ihm einen Erben schenkt. Die Ehe der beiden zerfällt zwischen Rausch und Machtmissbrauch, bis ein junger Mann auftaucht, der sich als Aigeus’ Sohn Theseus ausgibt.
Kulturelle Bedeutung
Der Schlussteil führt den Medea-Mythos als bitter-satirisches Satyrspiel in eine Gegenwart gesellschaftlichen Verfalls und verlegt die Tragödie ins Private einer zerstörerischen Ehe.