Über das Werk
Versdrama in vier Akten von Michail Lermontow, um 1835 entstanden. Die Zensur verweigerte dem als gesellschaftskritisch empfundenen Stück über Jahre die Freigabe, sodass zunächst nur eine stark gekürzte Fassung 1842 im Druck erschien; eine erste, noch immer nur in Auszügen erlaubte Aufführung fand 1852 am Alexandrinski-Theater in Sankt Petersburg statt. Vollständig für die Bühne freigegeben wurde das Stück erst 1862.
Handlung
Der eifersüchtige Adlige Jewgeni Arbenin verdächtigt seine Frau Nina während eines Maskenballs im winterlichen Sankt Petersburg zu Unrecht der Untreue mit dem Fürsten Swesditsch. Getrieben von gekränkter Ehre vergiftet er Nina eigenhändig, ohne ihre Unschuld noch zu erfahren, und erkennt sein Verbrechen erst, als es zu spät ist.
Kulturelle Bedeutung
International bekannt wurde Maskerade vor allem durch Wsewolod Meyerholds aufwendige Inszenierung, die am 25. Februar 1917 am Alexandrinski-Theater Premiere hatte – am selben Tag, an dem in Petrograd die Februarrevolution ausbrach. Die als letzte Theaterpremiere im zaristischen Russland geltende, sechs Jahre lang vorbereitete Aufführung blieb bis 1940 im Repertoire des Hauses.
