Über das Werk
Mam’zelle Nitouche ist eine Vaudeville-Operette in drei Akten von Hervé nach einem Libretto von Henri Meilhac und Albert Millaud. Die Uraufführung fand am 26. Januar 1883 am Théâtre des Variétés in Paris statt.
Handlung
Der Klosterorganist Célestin komponiert nachts heimlich unter dem Pseudonym Floridor Operettenmusik. Als eine Klosterschülerin und eine junge Schauspielerin in sein Doppelleben hineingeraten, entstehen turbulente Verwechslungen zwischen Kloster, Kaserne und Theater, ehe sich am Ende alle Paare finden.
Kulturelle Bedeutung
Die Handlung greift Züge aus Hervés eigenem Leben auf, der tagsüber Organist an der Pariser Kirche Saint-Eustache war und nachts unter Pseudonym Operettenmusik schrieb. Das Werk erreichte 212 Vorstellungen in Folge, wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und blieb, unter anderem durch Verfilmungen mit Fernandel, bis weit ins 20. Jahrhundert populär, besonders in Russland und Italien.
