Madonnen
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Madonnen

Amanda Lasker-Berlin
Theater · 2024
DramaZeitgenossenMutterschaft

Über das Werk

„Madonnen“ ist ein Schauspiel von Amanda Lasker-Berlin, entstanden als Auftragswerk für das Theater Ulm, und kreist um weibliche Selbstbestimmung, Kinderwunsch, Schwangerschaftsabbruch und den Paragrafen 218. Marlene Anna Schäfer inszenierte die Uraufführung, mit der das Theater Ulm am 14. September 2024 im Großen Haus seine Spielzeit 2024/25 eröffnete. Zwischen die Szenen schiebt sich ein Chor, der Maria, die antike Dichterin Sappho und die Suffragette Emily Davison als Ikonen aufruft. Der Text erschien 2024 im Verlag der Autoren; wie groß die Besetzung ist, bleibt den Theatern überlassen.

Handlung

Das Stück verwebt Lebensgeschichten von Frauen aus der Nachkriegsgeneration, der Achtundsechziger-Generation und der Gen Z und prüft, was aus ihren früheren Lebensentwürfen geworden ist. Die fromme Anna, die einmal Missionarin werden wollte, trägt die Erinnerung an ihre Schwester Anita mit sich, die 1972 einen Abtreibungsversuch nicht überlebte. Nach dem Tod ihrer Mutter Ruth erfährt Isolde, dass diese sich mit 36 Jahren in eine Frau namens Naomi verliebte und mit ihr lebte, und Isoldes Tochter Clara sehnt sich nach einem eigenen Kind. In der Ehe der Lehrerin Mechthild mit Hans-Günter, beide einst in der politischen Linken verwurzelt, zeigt sich Bevormundung im Gewand der Fürsorge.

Kulturelle Bedeutung

Die Uraufführung in Ulm fand ein positives Echo in der Fachkritik: Theater der Zeit betonte, wie der Text große weibliche Vorbilder gegen enge, düstere Lebenswirklichkeiten stellt, und auch Die Deutsche Bühne besprach die Produktion wohlwollend. 2026 nimmt das Theater Bielefeld das Stück in einer eigenen Inszenierung in den Spielplan.

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