Madame de Sade
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Madame de Sade

Yukio Mishima
Theater · 1965

Über das Werk

„Madame de Sade“ ist ein dreiaktiges Kammerspiel von Yukio Mishima, uraufgeführt am 29. November 1965 in der Kinokuniya Hall in Tokio unter der Regie von Takeo Matsuura. Mishima ließ sich von der realen Renée de Sade und einem Pariser Prozess um die Übersetzung von Sades Schriften durch seinen Freund Tatsuhiko Shibusawa inspirieren.

Handlung

Alle Figuren des Stücks sind weiblich: Im Pariser Salon der Madame de Montreuil streiten zwischen 1772 und 1790 sechs Frauen über Treue, Begierde und Moral, während der Marquis de Sade selbst nie auftritt. Renée, seine Frau, hält ihm all die Haftjahre die Treue – und verweigert ihm ausgerechnet nach seiner endgültigen Freilassung die Wiedervereinigung, um stattdessen ins Kloster zu gehen.

Kulturelle Bedeutung

Eine Kritikerumfrage kürte das Stück 1994 zum besten japanischen Nachkriegsdrama; es zählt zu Mishimas international meistgespielten Werken und wird besonders häufig in Frankreich aufgeführt. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 1969 am Staatstheater Oldenburg statt, die deutsche Übersetzung erschien im Rowohlt Theaterverlag.

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