Über das Werk
Liselott ist ein Singspiel in sechs Bildern von Eduard Künneke nach einem Buch von Richard Kessler und Gustaf Gründgens, das auf Heinrich Stobitzers Lustspiel „Die blonde Liselott“ (1901) beruht. Die Uraufführung fand am 17. Februar 1932 im Admiralspalast Berlin statt.
Handlung
Die lebenslustige Pfalzgräfin Liselott wird aus Gründen der Staatsraison mit Herzog Philipp von Orléans, dem Bruder Ludwigs XIV., verheiratet und tauscht die beschauliche Heidelberger Residenz gegen das steife Zeremoniell des Sonnenkönigshofs. Mit ihrer unkomplizierten, pfälzisch gefärbten Art eckt sie zunächst überall an, während sich ihr Gemahl weiterhin seiner Mätresse, der Herzogin de Grançai, widmet. Als beide unerwartet in Lebensgefahr geraten, rettet Liselott ihm durch Mut und Geistesgegenwart das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Das Libretto entstand in Zusammenarbeit mit dem späteren Regisseur und Schauspieler Gustaf Gründgens und verbindet höfische Kostümoperette mit einer resoluten weiblichen Hauptfigur.