Über das Werk
Tragédie lyrique in drei Akten von Antonio Salieri auf ein Libretto von Nicolas-François Guillard nach Pierre Corneilles Tragödie „Horace“ (1640), öffentlich uraufgeführt am 7. Dezember 1786 an der Pariser Opéra, nach vorangegangenen Hofaufführungen im November/Dezember 1786 in Fontainebleau beziehungsweise Versailles.
Handlung
Rom und Alba Longa beschließen, ihren Krieg durch einen Zweikampf dreier Brüder je Seite zu entscheiden: die Horace für Rom, die Curiace für Alba. Camille, Schwester der Horace und mit einem der Curiace verlobt, ist zwischen Liebe und der Pflicht gegenüber ihrer Stadt zerrissen. Anders als Corneille verzichtet Guillards Libretto darauf, Camilles Tod durch die Hand ihres Bruders auf der Bühne zu zeigen, und konzentriert die Handlung auf den Zweikampf selbst.
Kulturelle Bedeutung
Nach dem großen Erfolg von Salieris „Les Danaïdes“ (1784) waren die Erwartungen an „Les Horaces“ hoch, doch die Uraufführung geriet zum Fiasko: Sie verlief, wie ein Salieri-Biograf notierte, „nicht nur ohne Beifall, sondern mit unzweideutigen Zeichen des Missfallens“. Zeitgenossen wie Beaumarchais machten weniger die Musik als das als zu düster empfundene Sujet und ein schwaches Libretto verantwortlich.
