Über das Werk
Les Danaïdes ist eine Tragédie lyrique in fünf Akten von Antonio Salieri nach einem Libretto von François-Louis Le Bland du Roullet und Louis-Théodore de Tschudi, das auf einen unvollendeten Text von Ranieri de’ Calzabigi für Christoph Willibald Gluck zurückgeht. Die Uraufführung fand im April 1784 an der Pariser Opéra statt. Angekündigt als gemeinsame Arbeit Glucks mit seinem Schüler Salieri, stellte Gluck kurz darauf öffentlich klar, dass die Musik allein von Salieri stamme.
Handlung
Danaus, König von Argos, zwingt seine fünfzig Töchter zur Heirat mit den fünfzig Söhnen seines verhassten Bruders Aegyptus und befiehlt ihnen, die Bräutigame in der Hochzeitsnacht zu töten. Nur Hypermnestre widersetzt sich und rettet ihren Gemahl Lyncée, der daraufhin die Stadt erobert und die übrigen Danaiden tötet.
Kulturelle Bedeutung
Der Erfolg der Uraufführung brachte Salieri weitere Aufträge der Pariser Opéra ein und festigte seinen Ruf als eigenständigen Komponisten neben Gluck. Das Werk gilt als eines der konsequentesten französischen Beispiele der von Gluck angestoßenen Opernreform.