Über das Werk
Les Boréades ist Jean-Philippe Rameaus letzte Oper, komponiert 1763 nach einem Louis de Cahusac zugeschriebenen Libretto. Die für den Hof geplante Uraufführung kam zu Rameaus Lebzeiten nicht zustande; erst 1975 erklang das Werk konzertant, die szenische Uraufführung folgte am 21. Juli 1982 beim Festival d'Aix-en-Provence unter John Eliot Gardiner.
Handlung
Königin Alphise von Baktrien liebt den bürgerlichen Abaris und ist bereit, ihren Thron aufzugeben, da das Gesetz ihres Landes nur die Heirat mit einem Nachkommen des Windgotts Boreas erlaubt. Nach Verwicklungen mit den Boreaden offenbart sich Abaris selbst als Nachfahre des Boreas, sodass die beiden vereint werden können.
Kulturelle Bedeutung
Weil die Partitur erst im 20. Jahrhundert zugänglich wurde, blieb das Werk zwei Jahrhunderte unbekannt; Gardiners Wiederentdeckung gilt seither als Schlüsselmoment der Rameau-Renaissance, und die Oper wird oft als Zusammenfassung seines kompositorischen Vermächtnisses beschrieben.
