Über das Werk
Oper in fünf Akten von Édouard Lalo nach einem Libretto von Édouard Blau, das eine bretonische Sage von der im Meer versunkenen Stadt Ys aufgreift. Lalo begann die Arbeit bereits 1875 und musste jahrelang auf eine Bühne warten, bis das Werk am 7. Mai 1888 an der Opéra-Comique in Paris uraufgeführt wurde.
Handlung
Um den Krieg mit dem zurückgewiesenen Prinzen Karnac zu beenden, soll die ältere Königstochter Margared ihn heiraten, liebt aber heimlich den heimkehrenden Krieger Mylio. Der wiederum liebt Margareds jüngere Schwester Rozenn und heiratet sie. Aus Eifersucht verbündet sich Margared mit Karnac und öffnet in der Hochzeitsnacht die Deiche, die Ys vor dem Meer schützen. Als die Stadt zu ertrinken droht, erkennt Margared ihre Schuld und opfert sich den Fluten; die übrigen Bewohner werden gerettet.
Kulturelle Bedeutung
Le roi d'Ys wurde zu Lalos größtem Bühnenerfolg und erreichte an der Opéra-Comique bis 1941 beinahe 500 Aufführungen, bevor es auch international, unter anderem 1890 in New Orleans, nachgespielt wurde. Aus dem dritten Akt löste sich die Aubade des Mylio als eigenständiges Konzertstück vom Gesamtwerk.
