Über das Werk
Le roi Arthus ist ein lyrisches Drama in drei Akten von Ernest Chausson nach einem eigenen Libretto, das er zwischen 1886 und 1895 komponierte. Die Uraufführung fand postum am 30. November 1903 am Théâtre de la Monnaie in Brüssel statt, nachdem Chausson bereits 1899 bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen war; kein Pariser Haus hatte sich zuvor zur Aufführung bereit erklärt.
Handlung
Frisch von seinem Sieg über die Sachsen zurückgekehrt, rühmt König Artus die Tapferkeit seines Ritters Lancelot. In derselben Nacht trifft sich Lancelot heimlich mit Artus' Frau Ginevra; der eifersüchtige Mordred beobachtet die beiden und wird im folgenden Kampf verwundet. Die Affäre führt schließlich zu Verrat, Krieg und Artus' Tod.
Kulturelle Bedeutung
Musikalisch stark von Wagners „Tristan und Isolde" und „Parsifal" sowie von César Franck geprägt, versuchte Chausson zugleich, sich von Wagner zu lösen: Seine musikalischen Themen kehren frei wieder, statt starren Leitmotiven zu folgen. Der Komponist Paul Dukas lobte besonders die Chöre des ersten Akts und Merlins Auftritt als eigenständige Klangfindung.
