Über das Werk
„Lass uns miteinander reden“ ist ein neues Stück des in Braunschweig geborenen Filmemachers und Autors Wenzel Storch, das er selbst inszeniert. Die Uraufführung ist für den 18. Dezember 2026 im Kleinen Haus des Schauspiels Köln angekündigt. Zuvor hatte Storch am Theater Dortmund „Komm in meinen Wigwam“ (2014) und „Das Maschinengewehr Gottes“ (2015) als Autor und Regisseur herausgebracht; ein Hörspiel mit dem Titel „Laß uns miteinander reden“ führt er in seinem Werkverzeichnis bereits für 2009.
Handlung
Das Stück spielt 1970 in der Bundesrepublik und dreht sich um eine Radiosendung, angekündigt als erstes Hörerforum im westdeutschen Rundfunk. Am Mikrofon sitzt die 14-jährige Juliane, die Jugendlichen und Kindern an der Schwelle zur Pubertät ohne Umschweife auf ihre heiklen Fragen zum Erwachsenwerden antwortet, manchmal auch singend. Zur Seite steht ihr der katholische Pater Leppich, bekannt als „Maschinengewehr Gottes“.
Kulturelle Bedeutung
Storch beschäftigt sich auf der Bühne seit seinen Dortmunder Arbeiten mit katholischer Moral- und Aufklärungsliteratur der frühen Bundesrepublik. Die Figur des Paters verweist auf den Jesuiten Johannes Leppich (1915–1992), der in den 1950er- und 1960er-Jahren als Straßenprediger bekannt wurde und diesen Spitznamen trug; ihm hatte Storch schon „Das Maschinengewehr Gottes“ gewidmet.