Über das Werk
„Lady Sarashina“ ist eine Oper von Péter Eötvös nach dem „Sarashina Nikki“, dem Tagebuch der japanischen Hofdame Sugawara no Takasue no Musume aus dem 11. Jahrhundert; das englischsprachige Libretto schrieb Mari Mezei. Die Uraufführung war am 4. März 2008 an der Opéra National de Lyon.
Handlung
In neun Szenen durchlebt die Titelfigur Erinnerungen und Visionen zwischen Traum und Wirklichkeit: die Trauer um ihre verstorbene Amme, die Begegnung mit einem Palastwächter, eine Pilgerfahrt und eine mystische Begegnung mit einer Katze. Die erste, fünfte und neunte Szene sind Monologe Lady Sarashinas, im Zentrum steht eine Mondszene.
Kulturelle Bedeutung
Der neunteilige Aufbau folgt einem magischen 3×3-Quadrat, das auf den Grundriss der historischen japanischen Hauptstadt Heian-kyō verweist. Der Pariser Kritikerverband für Musik und Tanz zeichnete die Oper in der Spielzeit 2007/2008 als beste musikalische Neuschöpfung aus.