Über das Werk
Oper in vier Akten von Augusta Holmès nach einem eigenen Libretto, uraufgeführt am 8. Februar 1895 an der Pariser Oper unter der Leitung von Paul Taffanel. Holmès war damit die erste Komponistin, deren Bühnenwerk an diesem Haus aufgeführt wurde.
Handlung
Im Jahr 1657, während der Kämpfe zwischen Montenegrinern und Osmanen, verbindet ein Waffenbrüderschaft-Schwur den montenegrinischen Krieger Mirko mit Aslar. Mirko, mit Héléna verlobt, verliebt sich jedoch in die gefangene türkische Kurtisane Yamina und flieht mit ihr, worauf Héléna die beiden öffentlich anklagt. Als Aslar Mirko wegen des Verrats am gemeinsamen Schwur zur Rede stellt, verwundet ihn Yamina heimtückisch; am Ende tötet Aslar den uneinsichtigen Mirko, um dessen Seele zu retten, und nimmt sich selbst das Leben.
Kulturelle Bedeutung
Trotz der Besetzung mit der gefeierten Sopranistin Lucienne Bréval als Yamina blieb der Erfolg an der Pariser Oper aus; die Kritik lobte einzelne Nummern wie Yaminas Arie, bemängelte aber Libretto und Instrumentation insgesamt. Enttäuscht von der Aufnahme, komponierte Holmès danach keine weitere Oper mehr.
