Über das Werk
Märchenoper in drei Akten (op. 50) von Alfredo Casella nach Carlo Gozzis Fiaba „La donna serpente“ (1762), Libretto von Cesare Vico Lodovici. Laut eigener Angabe in der Partitur komponierte Casella das Werk zwischen dem 16. Oktober 1928 und dem 22. Oktober 1931; die Uraufführung fand am 17. März 1932 am Teatro Reale dell’Opera in Rom statt.
Handlung
Im sagenhaften Tiflis und im Kaukasusgebirge verliebt sich König Altidòr in die Fee Miranda, die für ihn ihre Unsterblichkeit aufgibt. Ihr Vater, der Feenkönig Demogorgòn, knüpft die Ehe an die Bedingung, dass Altidòr neun Jahre mit ihr lebt, ohne ihre wahre Herkunft zu erfahren, und sie niemals verflucht – andernfalls wird Miranda für zweihundert Jahre in eine Schlange verwandelt. Als Altidòr seinen Schwur bricht, muss er sie in einem heroischen Kampf erst zurückgewinnen, ehe der Fluch endgültig gebrochen wird.
Kulturelle Bedeutung
Trotz aufwendiger Ausstattung und aufmerksamer Kritik blieb der römischen Uraufführung 1932 der durchschlagende Erfolg versagt; szenische Aufführungen in Italien blieben seither selten, während das Werk im Rundfunk wiederholt gespielt wurde. Casella, der sich bereits seit den frühen 1920er Jahren mit Gozzis Märchenstoff beschäftigt hatte, schuf mit der Oper eines seiner umfangreichsten Bühnenwerke.