La Dafne
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La Dafne

Marco da Gagliano
Oper · 1608
Klassiker

Über das Werk

Favola in musica in einem Prolog und sechs Szenen von Marco da Gagliano nach einem Libretto von Ottavio Rinuccini, uraufgeführt im Februar 1608 im Herzogspalast von Mantua. Ursprünglich für die Hochzeitsfeierlichkeiten des Gonzaga-Erben Francesco IV. und Margarete von Savoyen vorgesehen, wurde die Aufführung wegen der verspäteten Anreise der Braut vorgezogen. Gagliano vertonte damit erneut Rinuccinis Text, den zuvor bereits Jacopo Peri für eine der allerersten Opern überhaupt (1598) genutzt hatte; die gedruckte Partitur erschien im Oktober 1608 in Florenz.

Handlung

Der Sonnengott Apollo tötet den Drachen Python und verspottet daraufhin Amor als Bogenschützen. Zur Rache lässt Amor Apollo sich in die Nymphe Dafne verlieben, während er in Dafne zugleich Abscheu vor der Liebe weckt. Apollo verfolgt die Fliehende, doch bevor er sie einholt, verwandeln die Götter Dafne in einen Lorbeerbaum, den Apollo fortan als sein heiliges Zeichen verehrt.

Kulturelle Bedeutung

La Dafne zählt zu den ältesten vollständig überlieferten Opern der Musikgeschichte und ist damit ein Schlüsselwerk für das Verständnis der frühen Gattung. Gagliano stellte der gedruckten Partitur ein ausführliches Vorwort zur Aufführungspraxis voran, das unter anderem verlangt, die Instrumentalisten so zu platzieren, dass sie die Gesichter der Sänger sehen können – ein früher Beleg für das Bemühen um textverständliche, dem Sprechton nahe Deklamation.

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