Über das Werk
La Création du monde ist ein einaktiges Ballett von Darius Milhaud nach einem Szenario von Blaise Cendrars, das die Erschaffung der Welt nach afrikanischer Mythologie schildert. Bühnenbild und Kostüme stammten von Fernand Léger, die Choreografie von Jean Börlin. Die Ballets suédois brachten das rund fünfzehnminütige Werk am 25. Oktober 1923 im Théâtre des Champs-Élysées in Paris zur Uraufführung.
Handlung
Aus dem Chaos formen drei riesige Götterfiguren nach und nach die Erde, ihre Pflanzen und Tiere; zuletzt entstehen der erste Mann und die erste Frau, deren Liebestanz das Werk beschließt.
Kulturelle Bedeutung
Milhaud hatte kurz zuvor auf einer Reise nach New York Jazz in Harlem gehört und verarbeitete diesen Eindruck hier erstmals in einem abendfüllenden Bühnenwerk; die Partitur mit Saxophon und Jazz-Rhythmen im bitonalen Tonsatz gilt seither als eines der frühesten Beispiele europäischer Konzertmusik, die Jazz ernsthaft aufgreift.