Über das Werk
Commedia per musica in drei Akten von Florian Leopold Gassmann nach einem Libretto von Ranieri de’ Calzabigi, uraufgeführt 1769 im Wiener Burgtheater. Calzabigi, der zuvor mit Christoph Willibald Gluck die Reform der Opera seria vorangetrieben hatte, wandte sich mit diesem Text gegen ebenjene Gattung und ihren Betrieb.
Handlung
Gezeigt werden die chaotischen letzten Proben und die missglückte Premiere einer fiktiven Ernstoper namens „L’Oranzebe“ am Mogulhof von Agra. Der bankrotte Impresario Fallito, der überforderte Librettist Delirio und der genervte Kapellmeister Sospiro müssen die Eitelkeiten dreier rivalisierender Sängerinnen – Stonatrilla, Smorfiosa und Porporina – zügeln, bis die Aufführung vor Publikum vollends aus dem Ruder läuft.
Kulturelle Bedeutung
Als eine der schärfsten Opernsatiren des 18. Jahrhunderts geriet das Werk nach frühen Aufführungen in Wien und 1771 in Florenz weitgehend in Vergessenheit. René Jacobs holte es 1994 an der Berliner Staatsoper Unter den Linden zurück auf die Bühne; seither folgten Produktionen unter anderem in Innsbruck, Paris, Hannover, Brüssel und an der Mailänder Scala.
