Über das Werk
Król Roger ist eine Oper in drei Akten von Karol Szymanowski nach einem polnischen Libretto, das der Komponist zusammen mit seinem Cousin Jarosław Iwaszkiewicz verfasste. Szymanowski komponierte das Werk zwischen 1918 und 1924; die Uraufführung fand am 19. Juni 1926 am Teatr Wielki in Warschau statt.
Handlung
Am Hof des sizilianischen Königs Roger II. taucht ein charismatischer, namenloser Hirte auf, dessen Lehre die christliche Ordnung des Hofes herausfordert. Mit ekstatischen Tänzen zieht er Rogers Gemahlin Roxana und die Höflinge in seinen Bann und führt sie zu einer antiken Ruine, wo er sich als Dionysos offenbart. Am Ende bleibt Roger allein zurück und begrüßt die aufgehende Sonne mit einer Hymne.
Kulturelle Bedeutung
Szymanowski betrachtete Król Roger selbst als Höhepunkt seines Schaffens und schrieb nach einer Aufführung 1932 in Prag, er habe nichts Vergleichbares komponiert. Die Oper gilt heute als Hauptwerk der polnischen Musik der Moderne und wird an großen Opernhäusern international als Repertoirestück gespielt.
