Komödie der Liebe
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Komödie der Liebe

Henrik Ibsen
Theater · 1873
Komödie

Über das Werk

Komödie der Liebe (norwegischer Originaltitel: Kjærlighedens Komedie) ist ein Versdrama in drei Akten von Henrik Ibsen mit zeitgenössischem Handlungsort. Ibsen verfasste das Stück 1862 in Christiania (Oslo); es erschien Ende desselben Jahres als Neujahrsgabe der Zeitschrift „Illustreret Nyhedsblad“. Auf die Bühne kam es erst elf Jahre später: Die Uraufführung fand am 24. November 1873 am Christiania Theater statt.

Handlung

Die Studenten Falk, ein angehender Dichter, und Lind, ein künftiger Missionar, verbringen den Sommer im Landhaus der Witwe Frau Halm und werben um deren Töchter Svanhild und Anna. Während Lind sich mit Anna verlobt und seine Missionspläne für ein bürgerliches Leben aufgibt, spottet Falk über die Ehe als Grab der Liebe und erklärt Svanhild seine Zuneigung. Der wohlhabende Kaufmann Guldstad hält beiden entgegen, dass auch ihre Leidenschaft im Alltag verblassen würde; Svanhild erkennt die Wahrheit darin und heiratet stattdessen Guldstad, um ihr Bild von der Liebe unversehrt zu bewahren, während Falk allein weiterzieht.

Kulturelle Bedeutung

Nach der Veröffentlichung löste das Stück wegen seiner Kritik an bürgerlicher Ehe und Konvention einen öffentlichen Skandal aus und galt als unmoralisch; erst 1873 kam es zur verzögerten Uraufführung. Literaturwissenschaftlich gilt „Komödie der Liebe“ als Wendepunkt in Ibsens Werk hin zu den realistischen Gesellschaftsstücken, mit denen er später international bekannt wurde.

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