König Ubu
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König Ubu

Alfred Jarry
Theater · 1896
Postdramatik

Über das Werk

König Ubu ist ein Drama in fünf Akten von Alfred Jarry, das aus einer Karikatur seines verhassten Physiklehrers M. Hébert entstand, die Jarry als Schüler in Rennes mit Mitschülern entwickelte und später allein zum Theaterstück ausarbeitete. Die Uraufführung fand am 10. Dezember 1896 im Pariser Théâtre de l'Œuvre unter der Regie von Aurélien Lugné-Poe statt und löste bereits mit dem Eröffnungswort „Merdre!“ einen Theaterskandal aus.

Handlung

Der feige, geldgierige und größenwahnsinnige Père Ubu ermordet auf Drängen seiner Frau Mère Ubu den König von Polen und reißt die Macht an sich; als Tyrann lässt er Adel und Bürgertum ausplündern und hinrichten, bis er von einer Koalition aus dem vertriebenen Königssohn Bougrelas, Russland und aufständischen Adligen gestürzt wird.

Kulturelle Bedeutung

Mit seiner grotesken Sprache, den comichaften Figuren und der Verhöhnung bürgerlicher wie höfischer Konventionen gilt König Ubu als Wegbereiter der literarischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts und wird als Vorläufer von Dadaismus, Surrealismus und Theater des Absurden gelesen; aus dem Stoff entwickelte Jarry später seine Pseudowissenschaft der 'Pataphysik'.

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