Klein Eyolf
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Klein Eyolf

Henrik Ibsen
Theater · 1895
DramaKlassiker

Über das Werk

Henrik Ibsen begann Klein Eyolf im Sommer 1894 in Christiania und schickte das fertige Manuskript im Oktober an den Verlag; das Stück erschien am 11. Dezember 1894 bei Gyldendal in 10.000 Exemplaren, die rasch vergriffen waren. Die deutschsprachige Uraufführung fand als erste vollständige Bühnenaufführung am 12. Januar 1895 am Deutschen Theater Berlin unter Otto Brahm statt, in einer Übersetzung von Ibsens Sohn Sigurd; die norwegische Erstaufführung folgte drei Tage später in Christiania in Ibsens Anwesenheit.

Handlung

Im Haus der Familie Allmers an einem Fjord kümmert sich Alfred Allmers, der seine philosophische Abhandlung zugunsten seines querschnittsgelähmten neunjährigen Sohnes Eyolf aufgegeben hat, um dessen Wohl. Eine geheimnisvolle „Rattenmamsell“ lockt den Jungen ans Wasser, wo er ertrinkt. Der Verlust stürzt Alfred und seine Frau Rita in eine Krise, aus der beide beschließen, sich fortan den armen Kindern ihrer Umgebung zu widmen.

Kulturelle Bedeutung

Die skandinavische Presse reagierte fast durchweg zustimmend, die Berliner Aufführung spielte trotz gemischter Kritiken vor vollem Haus. Das Stück gilt als eines von Ibsens eindringlichsten Werken über Elternschaft, Schuld und das Spannungsverhältnis zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortung für ein Kind.

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