Kleider machen Leute
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Kleider machen Leute

Alexander von Zemlinsky
Oper · 1910
Komödie

Über das Werk

Kleider machen Leute ist eine musikalische Komödie in einem Vorspiel und drei Akten von Alexander von Zemlinsky, mit einem Libretto von Leo Feld nach Gottfried Kellers gleichnamiger Novelle aus dem Zyklus Die Leute von Seldwyla. Zemlinsky komponierte das Werk zwischen 1907 und 1909, eigens zugeschnitten auf die Wiener Volksoper, an der er als Kapellmeister wirkte; die Uraufführung fand dort am 2. Dezember 1910 statt. 1922 folgte am Neuen Deutschen Theater Prag eine zweiaktige Neufassung.

Handlung

Der mittellose Schneidergeselle Wenzel Strapinski wird wegen seiner eleganten Kleidung und einer geliehenen gräflichen Kutsche in der Kleinstadt Goldach für einen Adligen gehalten. Er verliebt sich in die Amtsratstochter Nettchen, die ihn als ihren Verlobten vorstellt, bis der eifersüchtige Böhni den Schwindel öffentlich auffliegen lässt. Nettchen entscheidet sich dennoch, an Strapinskis Seite zu bleiben, auch ohne dessen vermeintlichen Titel.

Kulturelle Bedeutung

Als eine von Zemlinskys wenigen komischen Opern nimmt das Werk das Thema von Schein und Sein mit hintergründigem Witz auf und zeigt eine leichtere Seite seines Schaffens neben den düsteren Einaktern derselben Jahre.

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