Über das Werk
Serenata (Poemetto drammatico) in einem Akt von Johann Joseph Fux nach einem Libretto von Pietro Antonio Bernardoni, uraufgeführt am 19. März 1708 in der Wiener Hofburg zum Namenstag Kaiser Josephs I. im Auftrag von Kaiserin Wilhelmine Amalie.
Handlung
Ascanio, Sohn des Aeneas, erobert Alba Longa und besiegt Fürst Evander, verliebt sich jedoch in dessen Schwester Emilia. Statt seinen Sieg auszunutzen, zeigt er sich großmütig, gibt Evander Freiheit und Herrschaft zurück und gewinnt so schließlich Emilias Herz; Evanders Mutter Carmenta weissagt, dass aus dieser Verbindung dereinst Augustus und in gerader Linie Kaiser Joseph I. hervorgehen werden.
Kulturelle Bedeutung
Die politisch aufgeladene Handlung spiegelt Josephs I. italienische Ambitionen während des Spanischen Erbfolgekriegs; Fux verbindet dabei französische und neapolitanische Stilelemente mit auffällig solistisch geführten Begleitinstrumenten. Weil die Aufführung in die Fastenzeit fiel, blieb sie eine private Hofveranstaltung ohne öffentliche Theateraufführung; sie gilt als Fux' früheste erhaltene Oper.