Über das Werk
Jesu Hochzeit ist eine Mysterienoper von Gottfried von Einem nach einem Libretto seiner Frau Lotte Ingrisch. Die Uraufführung am 18. Mai 1980 im Theater an der Wien wurde von heftigen Protesten ultrakatholischer Kreise begleitet, obwohl Kardinal König das Werk zuvor gebilligt hatte.
Handlung
Die Oper deutet die biblische Passion als symbolische Hochzeit Jesu mit dem Tod: Von der Geburt über die Begegnung mit dem personifizierten Tod bis zur Kreuzigung wird der Weg als Versöhnung zwischen Mensch und Sterblichkeit erzählt, an dessen Ende auch Maria Magdalena Erlösung findet.
Kulturelle Bedeutung
Der Skandal um die Premiere – mit Zwischenrufen und Stinkbomben im Zuschauerraum – überschattete das als „missverstanden“ geltende Werk lange; eine Wiederaufnahme 2016 würdigte es als eigenständigen Beitrag zur musikalischen Postmoderne.