Über das Werk
„Jessonda“ ist eine große Oper in drei Akten von Louis Spohr nach einem Libretto von Eduard Heinrich Gehe, das auf Antoine-Marin Lemierres Drama „La Veuve du Malabar“ beruht. Die Uraufführung fand am 28. Juli 1823 am Kurfürstlichen Hoftheater Kassel unter Spohrs eigener Leitung statt.
Handlung
Im Goa des frühen 16. Jahrhunderts soll die verwitwete Rajah-Gattin Jessonda gegen ihren Willen dem Brauch der Witwenverbrennung geopfert werden. Der portugiesische Feldherr Tristan da Cunha, einst ihr Verlobter, kämpft mit seinen Landsleuten um ihre Rettung; am Ende siegt die Liebe über Sitte und Zwang.
Kulturelle Bedeutung
„Jessonda“ war die einzige Oper Spohrs, die bis zum Ende des 19. Jahrhunderts im internationalen Repertoire blieb; 1852 wurde sie für das Londoner Covent Garden neu bearbeitet, und 1853 dirigierte Spohr dort selbst eine Aufführung.