Über das Werk
Jérusalem ist eine Grand opéra in vier Akten von Giuseppe Verdi mit einem französischen Libretto von Alphonse Royer und Gustave Vaëz, das aus Verdis Oper „I Lombardi alla prima crociata" (1843) hervorging. Die Uraufführung fand am 26. November 1847 an der Pariser Oper (Salle Le Peletier) statt.
Handlung
Im Toulouse des Jahres 1095 verlobt sich Gaston mit Hélène, wird aber vom eifersüchtigen Roger fälschlich eines Mordversuchs bezichtigt und verbannt. Während des Ersten Kreuzzugs in Palästina führen Gefangenschaft und Entehrung Gastons schließlich zu Rogers Geständnis, das den Weg zu Sieg und Versöhnung der Liebenden freimacht.
Kulturelle Bedeutung
Für die Umarbeitung schrieb Verdi zahlreiche Passagen neu, darunter ein Ballett, und straffte die Handlung gegenüber dem Original deutlich. König Louis-Philippe ließ sich zwei Akte der erfolgreichen Premiere wiederholen und ernannte Verdi zum Chevalier der Ehrenlegion; dennoch konnte sich „Jérusalem" langfristig weder im französischen noch im italienischen Repertoire gegen „I Lombardi" durchsetzen.
