Über das Werk
„Istanbul“ ist ein Theaterstück mit Musik, das der Regisseurin Selen Kara, dem musikalischen Leiter Torsten Kindermann und dem Autor Akın Emanuel Şipal gemeinsam zugeschrieben wird und am 19. Dezember 2015 am Theater Bremen uraufgeführt wurde. Der Abend verwebt vierzehn Lieder der türkischen Sängerin und Komponistin Sezen Aksu mit einer deutschsprachigen Erzählung.
Handlung
Das Stück dreht die klassische Gastarbeiter-Geschichte um: In einer gedachten Nachkriegsgeschichte findet das Wirtschaftswunder in der Türkei statt, sodass der deutsche Arbeiter Klaus Gruber nach Istanbul auswandert, um dort Arbeit und eine Zukunft für seine Familie zu suchen. Die Ankunft in der fremden Stadt fällt ihm schwer; getragen wird die Geschichte von Aksus melancholischen, auf Türkisch gesungenen Liedern über Sehnsucht, Ankommen und Heimat.
Kulturelle Bedeutung
Seit der Bremer Uraufführung wurde die Inszenierung an zahlreichen deutschsprachigen Bühnen nachgespielt, unter anderem in Bochum, Mannheim, Bonn, Stuttgart, Düsseldorf und Essen, und gilt als einer der erfolgreichsten Theaterabende zum Thema Migration im deutschsprachigen Raum. Kritikerin Karin E. Yeşilada beschrieb es als Beispiel gelungener Einwanderungskultur mit dem Potenzial zum Theaterklassiker.
