Issipile
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Issipile

Florian Leopold Gassmann
Oper · 1758

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Florian Leopold Gassmann nach dem Libretto Pietro Metastasios, uraufgeführt zum Karneval 1758 im Teatro San Moisè in Venedig – eine von rund 30 Vertonungen dieses vielgespielten Textes, dessen Erstvertonung Francesco Bartolomeo Conti 1732 für das Wiener Hoftheater schrieb.

Handlung

Auf der mythischen Insel Lemnos haben die von ihren Männern verlassenen Frauen geschworen, jeden heimkehrenden Mann zu töten. Als König Toante nach Jahren zurückkehrt, rettet ihn heimlich seine Tochter Issipile, statt dem Racheschwur ihrer Stiefmutter Eurinome zu folgen. Issipile liebt zugleich den Argonauten-Anführer Giasone, wird aber auch von Learco, Eurinomes Sohn, bedrängt, der sie zu entführen versucht – am Ende siegt die Kindespflicht über die eigene Leidenschaft.

Kulturelle Bedeutung

Der Stoff, in dem Metastasio die Treue zur kindlichen Pflicht über die romantische Leidenschaft stellt, gehörte mit rund 30 Vertonungen zu den beliebtesten Sujets der Opera seria. Gassmanns venezianische Fassung von 1758 entstand in seiner ersten Zeit als Hauskomponist des Teatro San Moisè, für das er mehrere Jahre in Folge die Karnevalsoper lieferte.

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