Über das Werk
Indigo und die vierzig Räuber ist Johann Strauss' (Sohn) erste Operette und eröffnete die Reihe seiner 16 Bühnenwerke. Das Libretto nach der Ali-Baba-Erzählung aus „Tausendundeiner Nacht" firmierte unter dem Namen des Theaterdirektors Maximilian Steiner, der dabei maßgeblich von Richard Genée unterstützt wurde; die Uraufführung fand am 10. Februar 1871 am Theater an der Wien statt.
Handlung
Die Schiffbrüchigen Fantasca und Janio geraten am Hof des Königs Indigo in dessen Harem. Als der König sich in Fantasca verliebt, flieht sie mit den anderen Frauen verkleidet als Räuberbande – und kehrt später scheinbar als gefangene Diebin zurück, um die vom König ausgesetzte Belohnung für sich zu nutzen.
Kulturelle Bedeutung
Das als verwirrend und inkonsistent empfundene Libretto sorgte für eine verhaltene Aufnahme, und die Musik reicht nach überwiegender Einschätzung nicht an Strauss' spätere Hauptwerke heran. Strauss überarbeitete den Stoff mehrfach, zuletzt postum 1906 unter dem Titel „Tausend und eine Nacht"; international war das Werk unter anderem als „Indigo and the Forty Thieves" bekannt.
