Indien
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Indien

Josef Hader
Theater · 1991
KomödieZeitgenossen

Über das Werk

„Indien“ ist eine Tragikomödie der österreichischen Kabarettisten Josef Hader und Alfred Dorfer, die das Stück 1991 für sich selbst schrieben und die beiden Hauptfiguren auch selbst verkörperten; Regie führte Petra Dobetsberger. Vorab zeigten die beiden das Stück 1991 im Innsbrucker Treibhaus. Die Figuren sprechen Wiener Dialekt, der eine in gemäßigter, der andere in derberer Färbung.

Handlung

Der wortkarge, biertrinkende Kleinbürger Heinz Bösel und der redselige, bildungsbeflissene Kurt Fellner sind als Inspektoren unterwegs und kontrollieren Gasthäuser in der niederösterreichischen Provinz. Anfangs gehen sich die beiden gründlich auf die Nerven, doch nach einer durchzechten Nacht voller Geständnisse wächst zwischen ihnen eine echte Freundschaft. In der zweiten Hälfte kippt die Komödie: Fellner erkrankt an Krebs, und Bösel bleibt bis zuletzt an seiner Seite. Der Gedanke an eine Wiedergeburt, wie sie in Indien geglaubt wird, gibt dem Stück seinen Titel.

Kulturelle Bedeutung

Hader und Dorfer erhielten für „Indien“ 1992 den Hauptpreis des Österreichischen Kleinkunstpreises. Die Verfilmung durch Paul Harather von 1993, deren Drehbuch die Autoren mit dem Regisseur schrieben und in der sie erneut die Hauptrollen spielten, gewann unter anderem den Max-Ophüls-Preis und den Österreichischen Filmpreis und zählt zu den bekanntesten österreichischen Filmen. Das Stück wird bis heute von anderen Ensembles im deutschsprachigen Raum nachgespielt.

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