Über das Werk
„Im Spiegelsaal“ ist eine Bühnenfassung von Katrin Plötner und Kerstin Behrens nach Liv Strömquists Sachcomic „Inne i spegelsalen“, der 2021 im schwedischen Original erschien und von Katharina Erben ins Deutsche übersetzt wurde. Der Comic gliedert sich in fünf Essays, die Schönheitsideale aus popkultureller, philosophischer und historischer Perspektive befragen. Die Bühnenfassung wurde am 5. Oktober 2024 am Staatsschauspiel Dresden unter der Regie von Plötner uraufgeführt.
Handlung
Anhand von Referenzfiguren von Nofretete über Marilyn Monroe bis Kylie Jenner zeichnet Strömquist nach, wie sich Schönheitsideale seit der Antike wandeln und wodurch sie erzeugt werden. Im Zentrum steht die Frage, was die permanente Konfrontation mit inszenierten Bildern – verstärkt durch soziale Medien – mit dem Selbstbild von Menschen macht, und wie eng Schönheitsnormen mit Macht- und Geschlechterverhältnissen verknüpft sind.
Kulturelle Bedeutung
Strömquist gehört zu den erfolgreichsten feministischen Comicautorinnen Europas; ihre Bücher wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und unter anderem mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. Die Dresdner Kritik hob die körperliche, tempo-reiche Spielweise des Ensembles hervor, mit der die Bühnenfassung die Absurdität des Schönheitsstrebens sichtbar macht.
