Über das Werk
Im Reiche des Indra ist eine Operette von Paul Lincke nach einem Libretto von Heinrich Bolten-Baeckers und Hans Brennecke, das auf eine Geschichte von Leopold Ely zurückgeht. Die einaktige Urfassung wurde am 18. Dezember 1899 im Berliner Apollo-Theater uraufgeführt; erst 1926 entstand die heute meist gespielte zweiaktige Fassung.
Handlung
Im fiktiven Inselreich Muckipur ist Königin Sita unglücklich mit ihrem Gemahl verheiratet und wünscht sich einen heldenhafteren Mann. Ein Berliner Reporter gerät in Hofintrigen, fotografiert die Königin heimlich und wird nach einer Schlacht zum Tode verurteilt, bevor ein Zauberring ihn rettet und das Königspaar am Ende zueinanderfindet.
Kulturelle Bedeutung
Nach „Frau Luna“ war es Linckes zweiter großer Operettenerfolg und verbindet exotisierende Schauplätze mit dem für ihn typischen Berliner Couplet-Ton; Ouvertüre und einzelne Nummern erschienen bereits 1900 im Druck beim Apollo-Verlag.