Über das Werk
Il sogno di Scipione ist eine Serenata, die Mozart 1772 zur Sekundiz, dem goldenen Priesterjubiläum, des Salzburger Fürsterzbischofs Sigismund von Schrattenbach komponierte. Das Libretto von Pietro Metastasio war ursprünglich 1735 für einen Geburtstag Kaiser Karls VI. entstanden. Da Schrattenbach kurz vor der Aufführung starb, wurde das Werk stattdessen seinem Nachfolger Hieronymus von Colloredo gewidmet.
Handlung
Dem Feldherrn Scipio erscheinen im Traum die Göttinnen Fortuna und Costanza und fordern ihn auf, sich für eine von beiden zu entscheiden. Nach einer Begegnung mit seinen verstorbenen Vorfahren wählt er die Beständigkeit der Tugend statt des flüchtigen Glücks.
Kulturelle Bedeutung
Die Uraufführung am 1. Mai 1772 in der fürsterzbischöflichen Residenz in Salzburg gilt manchen Quellen zufolge als unvollständig; überliefert ist vor allem die abschließende Huldigungsarie auf den neuen Landesherrn.
