Über das Werk
Intermezzo in einem Akt von Ermanno Wolf-Ferrari nach dem Libretto von Enrico Golisciani. Die Oper wurde am 4. Dezember 1909 im Münchner Hoftheater uraufgeführt, in deutscher Übersetzung von Max Kalbeck als „Susannens Geheimnis“. Mit nur zwei singenden Partien und einer stummen Rolle gehört sie zu den knappst besetzten Bühnenwerken des Komponisten.
Handlung
Graf Gil kehrt heim und findet den Salon von Tabakgeruch durchzogen – für ihn ein Beweis, dass seine junge Frau Susanna einen Liebhaber empfängt. Eifersüchtig stellt er ihr nach und durchsucht heimlich das Haus. Am Ende entpuppt sich das Geheimnis als harmloses Laster: Susanna raucht heimlich Zigaretten, was einer Dame ihrer Zeit als unschicklich galt. Nach dem ersten Schock verzeihen sich die beiden und rauchen gemeinsam eine Zigarette.
Kulturelle Bedeutung
Mit ihrer Rückbesinnung auf die Leichtigkeit der Opera buffa und der schlanken Besetzung wurde die Oper zum international erfolgreichsten Werk Wolf-Ferraris und ist bis heute seine meistgespielte Bühnenkomposition.
