Über das Werk
Il Sant'Alessio ist eine Oper in drei Akten von Stefano Landi auf ein Libretto von Giulio Rospigliosi, dem späteren Papst Clemens IX. Sie entstand 1631 im Auftrag der Familie Barberini und wurde im Februar 1632 im neuen Palazzo Barberini in Rom uraufgeführt. Das Werk gilt als die erste Oper zu einem historischen Stoff.
Handlung
Der römische Adlige Alessio verlässt am Hochzeitstag seine Braut, um als Bettler im Heiligen Land zu leben. Nach Jahren kehrt er unerkannt in das Haus seiner Eltern zurück und lebt dort, von der eigenen Familie ungesehen, unter der Treppe – bis seine Identität und Heiligkeit erst nach seinem Tod entdeckt werden.
Kulturelle Bedeutung
Mit Il Sant'Alessio verband Landi erstmals ernste, innere Charakterentwicklung mit komischen Alltagsszenen und setzte eigenständige instrumentale Sinfonien als Vor- und Zwischenspiele ein – ein wichtiger Schritt in der frühen Operngeschichte. Der französische Reisende Jean-Jacques Bouchard beschrieb eine Aufführung von 1632 in einem der detailliertesten erhaltenen Augenzeugenberichte zur frühen römischen Oper.
