Über das Werk
Dramma giocoso in drei Akten von Antonio Salieri, uraufgeführt am 6. Dezember 1784 im Wiener Burgtheater – das erste Libretto, das Lorenzo Da Ponte für die Bühne schrieb, nach einer Vorlage von Giovanni Bertati.
Handlung
In Venedig verprasst der junge Giacinto sein Erbe, während sein geiziger Bruder Strettonio jeden Groschen zusammenhält. Erst als Giacinto durch seine Verschwendung in Not gerät, zeigt sich, wer seine wahren Freunde sind – allen voran Emilia, die ihn trotz seines Leichtsinns liebt und ihm zur Besinnung verhilft.
Kulturelle Bedeutung
Da Pontes erstes Libretto enthielt zeitgenössische Anspielungen etwa auf die Ballonfahrten der Gebrüder Montgolfier von 1783 und zeichnete in der Dienerfigur bereits Züge vor, die Da Ponte wenig später für Leporello in Mozarts „Don Giovanni“ weiterentwickelte. Trotz Salieris Musik scheiterte das dramaturgisch noch unbeholfene Werk nach nur sechs Vorstellungen; der Misserfolg bewog Salieri, sich fortan anderen Librettisten zuzuwenden, und ebnete Da Ponte damit indirekt den Weg zur Zusammenarbeit mit Mozart.