Über das Werk
Il re pastore ist eine Opera seria von Niccolò Jommelli nach dem Libretto von Pietro Metastasio. Die Uraufführung fand am 4. November 1764 im Schlosstheater Ludwigsburg statt; 1770 brachte João Cordeiro da Silva eine überarbeitete Fassung im Teatro de Salvaterra in Lissabon heraus. Das Libretto war 1751 erstmals von Giuseppe Bonno im Gartentheater von Schloss Schönbrunn in Wien vertont worden, blieb mit weniger als dreißig Vertonungen aber vergleichsweise selten – am bekanntesten wurde später die Fassung Mozarts.
Handlung
Alexander der Große hat das Königreich Sidon erobert und will den rechtmäßigen, als Hirten aufgewachsenen Thronerben Abdolonimo wieder einsetzen, der von seiner Herkunft nichts ahnt und unter dem Namen Aminta lebt. Aminta liebt die adlige Elisa, doch Alexander erkennt in ihm den gesuchten König und lässt ihn krönen. Als Alexander plant, den neuen König mit der geflohenen Prinzessin Tamiri zu vermählen, gerät Amintas Liebe zu Elisa in Gefahr, bis sich am Ende alle Verwicklungen zugunsten der ursprünglichen Paare auflösen.
Kulturelle Bedeutung
Il re pastore zählt zu den weniger häufig vertonten Metastasio-Libretti; Jommellis Fassung entstand für den württembergischen Hof in Ludwigsburg und wurde 1770 für die portugiesische Bühne in Lissabon überarbeitet – ein Beleg für die Verbindungen zwischen den beiden Höfen, an denen Jommelli und sein Bearbeiter Cordeiro da Silva tätig waren.
