Il prigioniero
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Il prigioniero

Luigi Dallapiccola
Oper · 1950
Tragödie

Über das Werk

Oper in einem Prolog und einem Akt von Luigi Dallapiccola nach einem eigenen Libretto, das Motive aus Villiers de l'Isle-Adams Erzählung „La torture par l'espérance" mit Elementen aus Charles de Costers „Till Eulenspiegel" verbindet. Die konzertante Rundfunk-Uraufführung fand am 1. Dezember 1949 in Turin statt, die szenische Uraufführung am 20. Mai 1950 beim Maggio Musicale Fiorentino in Florenz, beide Male unter Hermann Scherchen.

Handlung

Ein namenloser Gefangener der spanischen Inquisition wird von seinem Kerkermeister brüderlich angesprochen und durch Nachrichten von einem Aufstand der Flamen zur Flucht ermutigt. Als er sein Verlies verlässt und glaubt, die Freiheit erreicht zu haben, erwartet ihn der Großinquisitor: Die Hoffnung selbst war die letzte, grausamste Folter vor der Hinrichtung.

Kulturelle Bedeutung

Dallapiccola komponierte das in den Kriegsjahren 1944 bis 1948 entstandene Werk als universelles Bekenntnis gegen Tyrannei und Verfolgung und verzichtete dabei bewusst auf jeden konkreten historischen Bezug der Vorlage. Il prigioniero gilt als eines der zentralen Werke des italienischen Musiktheaters nach 1945.

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