Über das Werk
Il mondo della luna ist ein Dramma giocoso in drei Akten von Baldassare Galuppi nach einem Libretto von Carlo Goldoni. Die Uraufführung fand am 29. Januar 1750 am Teatro San Moisè in Venedig statt; es war die erste Vertonung dieses Goldoni-Textes, dem später unter anderem Joseph Haydn und Giovanni Paisiello eigene Fassungen widmeten.
Handlung
Der leichtgläubige Buonafede lässt sich von einem als Astronom auftretenden Betrüger einreden, er könne zum Mond reisen und dort eine ihm genehme Gesellschaftsordnung erleben. Während er sich in vermeintlich außerirdischer Umgebung wiegt, nutzen seine Töchter und deren Verehrer die Täuschung, um sich seiner Zustimmung zu Heiraten zu versichern, die er zuvor verweigert hatte. Am Ende wird der Schwindel aufgedeckt, doch Buonafede fügt sich in die bereits vollzogenen Verbindungen.
Kulturelle Bedeutung
Als erste musikalische Umsetzung von Goldonis Mondsatire begründete Galuppis Fassung den Erfolg eines Stoffs, der im späteren 18. Jahrhundert zu den meistvertonten Sujets der Opera buffa wurde. Galuppi setzt die Musik gezielt zur Ausdeutung des Textes ein, etwa in den wechselnden Klangfarben der vermeintlichen Mondwelt.
