Ifigenia in Aulide
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Ifigenia in Aulide

Antonio Caldara
Oper · 1718

Über das Werk

Dramma per musica in drei Akten von Antonio Caldara nach dem Libretto von Apostolo Zeno über Racines „Iphigénie“, uraufgeführt am 5. November 1718 am Wiener Hoftheater zum Namenstag Kaiser Karls VI.; das Bühnenbild stammte von Giuseppe Galli Bibiena.

Handlung

Die vor Aulis versammelte griechische Flotte wird durch anhaltende Windstille am Auslaufen nach Troja gehindert. Ein Orakelspruch verlangt die Opferung von Agamemnons Tochter Ifigenia, deren Schicksal sich mit der Liebe zwischen dem Krieger Achilles und der gefangenen Prinzessin Elisena verwickelt. Am Ende offenbart der Priester Calcante, dass die eigentlich zu Opfernde Elisena ist, eine heimliche Tochter Helenas – ihr Opfertod versöhnt die Götter und ermöglicht die Ausfahrt der Flotte.

Kulturelle Bedeutung

Nach der Uraufführung geriet Caldaras Vertonung in Vergessenheit und blieb rund dreihundert Jahre unaufgeführt, bis das Ensemble Accademia Bizantina sie bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August 2025 als moderne Erstaufführung wiederentdeckte. Die Partitur setzt für die Eröffnungsarie ungewöhnlich vier obligate Trompeten und Pauken ein und enthält eine Arie mit obligater Solovioline.

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