Über das Werk
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten von André Campra nach einem Libretto von Antoine Danchet, das auf dem Schauspiel „Idoménée“ von Crébillon père beruht. Die Uraufführung fand am 12. Januar 1712 durch die Académie royale de musique am Théâtre du Palais-Royal in Paris statt.
Handlung
König Idoménée gelobt dem Meeresgott Neptun nach überstandenem Sturm, die erste Person zu opfern, der er an seiner Heimatküste begegnet – es ist sein eigener Sohn Idamante. Der Konflikt zwischen väterlicher Liebe, königlicher Pflicht und religiösem Gebot treibt die Handlung bis zur Katastrophe.
Kulturelle Bedeutung
Derselbe Stoff diente später Mozart als Vorlage für seine Opera seria „Idomeneo“. Campras Vertonung zeigt die formale Vielfalt der Tragédie en musique zwischen Lully und Rameau und zählt zu den anspruchsvolleren Werken seines Œuvres.
