I gioielli della Madonna
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I gioielli della Madonna

Ermanno Wolf-Ferrari
Oper · 1911
Tragödie

Über das Werk

Oper in drei Akten von Ermanno Wolf-Ferrari nach einem Libretto von Carlo Zangarini und Enrico Golisciani, das auf einer authentischen Zeitungsmeldung aus dem neapolitanischen Volksleben beruht. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1911 an der Berliner Kurfürstenoper in deutscher Sprache als „Der Schmuck der Madonna“ statt; heute wird das Werk meist auf Italienisch gespielt.

Handlung

Im Neapel um 1900 begehrt der Schmied Gennaro seine Adoptivschwester Maliella, die sich jedoch zu Rafaele hingezogen fühlt, dem Anführer einer Camorra-Bande. Um Rafaeles Liebesbeweis zu übertrumpfen, stiehlt Gennaro während einer Prozession den Schmuck von der Madonnenstatue und schenkt ihn Maliella. Der Frevel entsetzt selbst die abgebrühten Camorristi; verzweifelt und von Schuldgefühlen zerrüttet, nimmt sich Gennaro am Ende das Leben.

Kulturelle Bedeutung

Mit seiner neapolitanischen Milieuschilderung und dem religiösen Tabubruch weicht das Werk deutlich von Wolf-Ferraris heiteren Goldoni-Komödien ab; bei der Uraufführung war es in Deutschland erfolgreicher als in Italien und gilt musikalisch als Synthese aus veristischen und spätromantischen Einflüssen.

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