Über das Werk
„House of Hopes“ ist ein dokumentarisches Theaterprojekt von Stefan Kaegi und Daniel Wetzel vom Kollektiv Rimini Protokoll, entstanden als Koproduktion von Rimini Apparat und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Die Uraufführung ist für den 1. Oktober 2026 an der Volksbühne Berlin angesetzt. Das Publikum wird dabei auf einer Tour vom Kassenfoyer über Treppenhäuser und Foyers durch das Gebäude geführt; es gibt eine deutsche und eine englische Fassung der Tour.
Handlung
Ausgangspunkt ist der 7. Oktober 1989: Während die DDR ihren 40. Jahrestag mit einer Militärparade feiert, treffen sich Vertreter:innen der Ost-Berliner Theater im Seitenfoyer der Volksbühne – eine Versammlung, aus der einen Monat später eine der größten Demonstrationen der deutschen Geschichte hervorgeht. Von diesem Moment aus zieht der Abend Linien in die Gegenwart: Zwölf Mitwirkende erzählen aus eigener Erfahrung von Bewegungen gegen autoritäre Regime und für politischen Wandel, etwa in der DDR, in Polen, Rumänien, Chile, Iran, Afghanistan, China, Namibia und Südkorea. Im Zentrum steht die Frage, ob Hoffnung Abwarten bedeutet oder zum Handeln drängt.
Kulturelle Bedeutung
Das Projekt steht in der Arbeitsweise von Rimini Protokoll, die statt Schauspieler:innen Menschen mit eigener Lebens- und Berufserfahrung als „Expert:innen“ auf die Bühne bringt. Mit dem Ort der Uraufführung verbindet es die Geschichte des Hauses im Herbst 1989 mit weltweiten Demokratiebewegungen.