Glaube Liebe Hoffnung
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Glaube Liebe Hoffnung

Ödön von Horváth
Theater · 1936
DramaKlassiker

Über das Werk

„Glaube Liebe Hoffnung. Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern“ ist ein Stück von Ödön von Horváth, entstanden zwischen 1931 und Anfang 1933. Den Anstoß gab der Münchner Gerichtsreporter Lukas Kristl, der Horváth im Februar 1932 von einem Fall aus seiner Praxis erzählte; Horváth würdigt die Zusammenarbeit in einer dem Stück vorangestellten Randbemerkung. Eine 1933 in Berlin angekündigte Inszenierung von Heinz Hilpert kam unter der NS-Herrschaft nicht mehr zustande. Uraufgeführt wurde das Stück am 13. November 1936 im Wiener Theater für 49 unter dem Titel „Liebe, Pflicht und Hoffnung“ (Regie: Ernst Jubal).

Handlung

In der Wirtschaftskrise sucht die junge Elisabeth verzweifelt Arbeit und Geld und versucht sogar, ihren künftigen Leichnam an ein anatomisches Institut zu verkaufen. Ein Präparator leiht ihr Geld, doch sie braucht es, um eine Strafe wegen Arbeit ohne Gewerbeschein zu bezahlen, und landet schließlich im Gefängnis. Danach verliebt sie sich in einen Schutzpolizisten; als ihre Vorstrafe bekannt wird, muss er zwischen ihr und seiner Laufbahn wählen und lässt sie fallen. Mittellos und allein geht Elisabeth ins Wasser und stirbt, obwohl man sie noch herauszieht.

Kulturelle Bedeutung

Horváth zeigt an einem alltäglichen Einzelfall, wie scheinbar geringe Vergehen und die Paragraphen von Justiz und Behörden ein Leben zerstören können, und beschreibt in der Randbemerkung den Kampf zwischen Individuum und Gesellschaft als Grundthema seiner Stücke. Das Stück wuchs aus denselben Vorarbeiten wie „Kasimir und Karoline“ und wurde mehrfach fürs Fernsehen verfilmt (1958, 1969, 1980).

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